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nach dem free jazz

Par | 2018-06-19T19:46:58+00:00 21 juin 2012|Catégories : Blog|

 

die schiere höhe der erwar­tun­gen. zu unse­ren füßen
schwarze klip­pen. hun­gernde u-boote.

die vege­ta­tion spielt auf ihnen gegen sich selbst,
gegen den stech­schritt der bil­der, die wir von ihr machen.

wie lange dauert es, bis die bran­dung
die küs­tens­traße nimmt, das erste zelt ?

am hafen glaubt kei­ner mehr an die wir­kung
von free jazz.

doch­doch ! wir schwö­ren und schwan­ken
anei­nan­der­ge­lehnt im wind,

schmie­ren uns rost auf die knö­chel. wir machen schnell
ein paar ges­chäfte : meer­luft

und angel­sch­nur. dann steig­st du mir auf die schul­tern,
sing­st den fischen ent­ge­gen.

 

Extrait de ausrü­cken mit model­len, Gedichte.
Kookbooks _​ Reihe Lyrik _​ heraus­ge­ge­ben von Daniela Seel _​ Band 2088 Seiten, mit einem Nachwort von Antje Rávic Strubel, ges­tal­tet von Andreas Töpfer, Klappenbroschur.19.90 Euro, ISBN 9783937445441
(c) Kookbooks, Berlin 2011

 

after free jazz

 

the sheer height of expec­ta­tions. black cliffs
beneath our feet. star­ving sub­ma­rines.

where vege­ta­tion plays against itself, against
the goose-step of pic­tures, which we snap.

how long will it be untill the brea­kers
take over the coas­tal road, the first tent ?

at the har­bour no one believes in the impact
of free jazz any­more.

but yes ! we pro­claim, and sway,
lea­ning against each other in the wind,

smea­ring rust on our knu­ckles. qui­ck­ly we pull off
a couple deals : sea breeze

for fishing lines. then you climb onto my shoul­ders
and sing out to all the fish.

 

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